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Schul- und Berufsausbildung in der Diakonie Neuendettelsau
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Ein Job, der rockt: Mit sozialen Berufen die Zukunft anpacken

Soziale Berufe haben nicht unbedingt ein „cooles“ Image. Trotzdem entscheiden sich jedes Jahr Schülerinnen und Schüler, in diesem Umfeld zu arbeiten. Wir haben mit vier jungen Leuten über ihre Motivation und Erfahrungen gesprochen. Unseren Fragen haben sich Franziska, Schülerin an der Berufsfachschule für Krankenpflege, Katja und Mathias – beide an der Fachakademie für Sozialpädagogik – sowie Peter, Schüler an der Fachschule für Heilerziehungspflege, gestellt.

Was war für euch ausschlaggebend, einen sozialen Beruf zu erlernen?
Katja: Ich bin eine sehr kontaktfreudige Person, deshalb wusste ich schon immer, dass ich nicht im Büro arbeiten will sondern in meinem Beruf von Menschen umgeben sein möchte. Ich finde es inspirierend eine große Vielfalt um mich herum zu haben. Das Schöne an einem sozialen Beruf ist für mich, dass man viel geben kann, aber auch unglaublich viel zurückbekommt.
Franziska: Ich habe mich für einen sozialen Beruf entschieden, weil ich gerne direkt mit Menschen arbeite, ihnen helfen und sie unterstützen möchte. Außerdem wollte ich einen zukunftssicheren und abwechslungsreichen Beruf erlernen.

Wann war für euch klar, dass ihr im sozialen Bereich arbeiten möchtet?
Mathias: Irgendwann während der gymnasialen Oberstufe fragte mich eine Mitschülerin nach einem schwierigen Referat ganz unvermittelt, warum ich denn nicht Lehrer oder Erzieher werden wolle. An diesem Punkt ist für mich einfach der „Groschen gefallen“ und ich wusste welche Richtung ich für mein Leben einschlagen möchte.
Peter: Durch meine erste Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten war mir klar, dass ich im sozialen Bereich richtig bin, aber noch etwas anderes lernen wollte. Mein Bruder lebt auf einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Die Arbeit dort hat mich immer begeistert, vor allem wie die Mitarbeiter mit den Bewohnern umgingen und welche Zufriedenheit die Leute ausstrahlten. Ich habe mich über Berufsbilder in diesem Arbeitsbereich informiert und mich für einen Ausbildungsplatz zum Heilerziehungspfleger beworben. Das Vorpraktikumsjahr gab mir dann nochmals die Gewissheit, diesen Beruf wirklich erlernen zu wollen.

Was begeistert euch speziell in eurem Beruf?
Mathias: Kinder durchleben in ihren ersten Jahren eine ganze Reihe an Veränderungen, Entwicklungen und Lernfortschritten. Diesem Prozess begleiten und unterstützen zu dürfen, ist für mich ein großes Privileg. Der Einsatz im Kindergarten stellt für einen Erzieher natürlich nur ein Arbeitsfeld aus einer Vielzahl möglicher Arbeitsfelder dar. Ebenso kann ich als Erzieher mit Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren arbeiten. Sogar ein Studium ist nach der Ausbildung möglich, um später als Sozialpädagoge oder Lehrer arbeiten zu können.
Franziska: Mir gefallen die Arbeit im Team und die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen, zum Beispiel mit Ärzten oder Physiotherapeuten. Toll am Beruf der Krankenpflege ist, dass man in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten kann, etwa in der ambulanten Pflege, im Altenheim oder auch in der Behindertenhilfe.
Peter: Ich finde es spannend, mit den Leuten zu kochen. Jeder Schritt muss individuell auf die Einschränkung des Menschen abgestimmt sein, so dass er ein Gericht so selbstständig wie möglich zubereiten kann. Der Heilerziehungspfleger assistiert hierbei und greift nur ein, wenn es nötig ist. Auch die Musik begeistert mich in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Ich selbst spiele ein wenig Akkordeon. Die Singabende sind sehr beliebt. Die Menschen kennen viele Lieder aus ihrer Kindheit und können die Texte sicher mitsingen.

Aus welchen Gründen habt ihr euch für eine Ausbildung in Neuendettelsau entschieden?
Peter: Viele Schüler der Einrichtung, in der ich mein Vorpraktikum absolvierte, haben die Fachschule für Heilerziehungspflege in Neuendettelsau besucht. Sie berichteten nur Positives über die Ausbildung. Daraufhin informierte ich mich auf der Internetseite und schickte meine Bewerbung an die Schule. Jetzt beende ich in ein paar Monaten meine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Der positive Eindruck hat sich bestätigt: die Fachschule bietet einen abwechslungsreichen Unterricht, indem Theorie und Praxis gut gemischt sind. Auch, dass man einen Praxisanleiter hat, ist eine große Hilfe in der Ausbildung.
Katja: Ich kannte bereits vorher ein paar Studierende der Fachakademie in Neuendettelsau, so bin ich darauf aufmerksam geworden. Auch der Internetauftritt des Beruflichen Schulzentrums hat mir zugesagt, so dass ich mir vorher einige Informationen einholen konnte. Besonders spannend ist für mich, dass so viele verschiedene (Berufs-) Schulen auf dem Campus sind.

Gibt es darüber hinaus Dinge, die euch an der Diakonie gefallen?
Katja: Ich denke unbedingt nennenswert sind die Leitsätze der Diakonie. Die wertschätzende Kultur des Miteinanders, die große Akzeptanz und Anerkennung aller Individualitäten sind nicht selbstverständlich. Außerdem gibt es eine großartige Vernetzung der verschiedenen Bereiche.
Franziska: Die Diakonie Neuendettelsau hat ein vielfältiges Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Außerdem bietet sie eine betriebliche Gesundheitsförderung mit vielen Sportarten, aber auch Kochkursen an.

In welchem Bereich möchtet ihr nach der Ausbildung arbeiten?
Mathias: Für die nächsten Jahre wünsche ich mir in einer Kinderkrippe zu arbeiten, da das Feld der Krippenpädagogik in unseren Breiten ein noch recht junges Feld ist, an dessen Ausformung und Verbesserung ich hoffe selbst einen Beitrag leisten zu können. Ich schließe jedoch eine Tätigkeit mit Jugendlichen, eine Tätigkeit als Einrichtungsleitung oder sogar einen Einsatz in der Lehre nicht aus.
Katja: Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, in einem Kindergarten oder eine Kinderkrippe zu arbeiten. Der Beruf bietet aber so viele Möglichkeiten, dass ich hoffe, auch noch andere  Bereiche zu erleben.
Franziska: Ich möchte auf jeden Fall im Krankenhaus bleiben, am liebsten auf einer chirurgischen Station.
Peter: Meine praktische Tätigkeit absolviere ich in einer Wohnstätte. Diese Arbeit finde ich sehr bereichernd und ich kann mir vorstellen, in diesem Feld weiter zu arbeiten.

Vielen Dank für das Gespräch und euch weiterhin alles Gute!

Unsere Interviewpartner

Franziska, Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege
Katja und Mathias, Fachakademie für Sozialpädagogik
Peter, Fachschule für Heilerziehungspflege