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Schul- und Berufsausbildung in der Diakonie Neuendettelsau

Interview / Portrait

Janina ist  22 Jahre alt und befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin an der Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege der Cnopf´schen Kinderklinik, Nürnberg.

Janina, weshalb haben Sie sich für den Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin  entschieden?

Ich hatte immer schon gerne mit Kindern zu tun. Beim Babysitting habe ich sofort festgestellt, dass ich ein gutes Händchen für Kinder habe. Ich wollte auf jeden Fall eine Arbeit mit Menschen machen und etwas Praktisches. Und dann fand ich es ganz spannend, schon während der Ausbildung mit den Kindern zu arbeiten und gleichzeitig viel über den Menschen, seine Funktion und die Pflege zu lernen. Wichtig war mir auch, dass es ein sicherer Beruf ist, in dem man weiter kommt.

Was haben Sie vor Ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin gemacht?

Ich habe zuerst die Realschule abgeschlossen. Dann habe ich eine Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert und noch mein Fachabitur draufgesattelt.

Hört sich irgendwie kompliziert an. Sie hätten doch schon mit der mittleren Reife einsteigen können?

Ja, aber nach der Realschule war ich noch zu jung für die Ausbildung in der Kinderkrankenpflege. Als ich fertige Kinderpflegerin war und alles so gut lief, habe ich mir gedacht: „Jetzt mache ich noch mein Fachabi!“ So habe ich bessere Chancen und kann nach der Ausbildung sogar noch studieren.

Wie läuft´s gerade in der Ausbildung? Ist es so, wie Sie es sich vorgestellt hatten?

Ja, auf jeden Fall! Es macht tierischen Spaß. Zugegeben, es ist eine anspruchsvolle und anstrengende Ausbildung. Man hat zum Beispiel Blockunterricht: das heißt, zwei bis drei Wochen lang Schule, und dann ist man wieder für mehrere Wochen auf Station. Dort lerne ich, die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen.

In der Schule kommt anfangs viel Neues auf einen zu, viele neue Fächer, man muss also schon viel lernen - wobei man das aber in jeder Lehre machen muss. Aber was wir lernen, ist sehr interessant. Wir lernen pflegerisches und zugleich medizinisches Wissen. Da sind viele spannende Themen dabei.

Und wie sieht´s in der praktischen Ausbildung aus?

Ich habe vorher ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht und wusste daher, was mich erwartet. Ich glaube, für jemanden, der noch nie in einer Klinik gearbeitet hat, ist es anfangs ganz schön anstrengend. Man muss viel laufen und ist fast acht Stunden nonstop auf den Beinen. Man hat Schichtdienst, an den man sich erst gewöhnen muss, und man muss auch am Wochenende arbeiten Aber es hat alles auch seine Vorteile: Ich habe so auch mal an einem Wochentag frei, an dem ich dann Dinge in Ruhe erledigen kann.

Natürlich habe ich auch eine große Verantwortung in diesem Beruf gegenüber den kleinen Patienten, und ich begegne auch Menschen in schwierigen Situationen und mit schweren Krankheiten. Aber ich lerne dabei, mit all dem umzugehen. Ich bin auch nie alleine. Es ist immer jemand da, mit dem man reden kann. Zum Beispiel ist für jede Station eine Lehrerin zuständig, an die man sich wenden kann. Oder man spricht mit den Praxisanleitern, das sind Schwestern mit einer Weiterbildung, die sich speziell um die Schüler kümmern. Und was mir persönlich auch gut getan hat, war, dass meistens jemand aus der Klasse mit auf Station war, mit dem ich mich austauschen konnte.

Was sagen Ihre Freunde zu Ihrer Entscheidung für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege?

Die meisten finden es toll, andere sagen, sie könnten das nicht. Die haben aber meistens keine Ahnung.

So bin ich mal gefragt worden, ob man im Krankenhaus auch lachen darf. Und natürlich darf man das, das lässt sich manchmal auch nicht vermeiden. Zum Beispiel hatte ich mal ein kleines Mädchen, das wollte von den Ärzten und dem Pflegepersonal nur mit Pippi Langstrumpf angesprochen werden: In solchen Situationen kann man ein Schmunzeln kaum zurückhalten…so sind eben Kinder!

Wie geht es nach Ihrer Ausbildung weiter?

Was ich mal machen möchte, weiß ich jetzt ganz ehrlich noch nicht so ganz genau. Vielleicht überlege ich mir, noch ein Fach in der Pflege zu studieren. Aber wahrscheinlich möchte ich auch erst einmal etwas Berufserfahrung sammeln.

Aber eins nach dem andern: Im Vordergrund steht jetzt erst mal das Examen, dann mal sehen.

Ja, dann weiterhin viel Spaß bei der Ausbildung und viel Erfolg im Examen!

Janina (22), Auszubildende im dritten Lehrjahr, im Interview

An diesen Schulen bilden wir zu diesem Beruf aus:

Berufsfachschulen für Kinderkrankenpflege:

Nürnberg

Infos zum Download:

Ausbildung Krankenpflege:
Flyer_Krankenpflege.pdf