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Schul- und Berufsausbildung in der Diakonie Neuendettelsau
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Interview / Portrait

Christin ist 21 Jahre alt und befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums Hallerwiese, Nürnberg.

Christin, weshalb haben Sie sich für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin  entschieden?

Als kleines Kind wollte ich schon Krankenschwester werden. Kurz vor dem Abi musste ich dann selbst als Patientin ins Krankenhaus. Da ist dieser alte Berufswunsch wieder aufgeflackert. Ich wollte nach der Schule unbedingt etwas Praktisches machen, wollte mit Menschen arbeiten und mehr über den menschlichen Körper erfahren, seine Funktion, Anatomie und so. Das hatte mich auch immer schon im Biologieunterricht interessiert. Da war die Pflege genau das Richtige. Und außerdem war mir wichtig, dass es ein abwechslungsreicher Beruf ist, in dem man auch weiter kommen kann.

Was haben Sie vor Ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gemacht?

Wie gesagt, ich habe Abitur gemacht, war aber zuerst noch auf der Realschule. Ich hätte zwar auch mit dem Realschulabschluss Krankenschwester werden können. Ich habe mir dann aber gedacht, weil´s in der Schule auch sehr gut lief: „ Jetzt mache ich noch mein Abi, dann kann ich nach der Ausbildung vielleicht auch noch studieren“. Weil ich mittlerweile gehört habe, dass es auch Studienmöglichkeiten in der Pflege gibt, war das eine gute Entscheidung.

Prima – und wie läuft´s gerade in der Ausbildung? Ist es so, wie Sie es sich vorgestellt hatten?

Ja, auf jeden Fall! Es ist eine sehr interessante und abwechslungsreiche Ausbildung. Ich habe Blockunterricht: das heißt, zwei bis drei Wochen lang Schule, und dann bin ich wieder für mehrere Wochen auf Station und kann das Gelernte gleich in die Praxis umsetzen.

In der Schule kommt viel Neues auf einen zu, der Stoff ist ganz schön umfangreich. Ich muss also schon viel lernen, das ist eine Herausforderung. Man lernt medizinisches Wissen und immer gleich die passenden pflegerischen Inhalte dazu. Aber auch die anderen Fächer wie Psychologie oder Kommunikation finde ich sehr interessant.

Und wie sieht´s in der praktischen Ausbildung aus?

Gut, die ist spannend! Ich werde in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt und lerne ständig neue Menschen kennen. Da muss ich flexibel sein. Aber in der Schule treffe ich dann wieder die bekannten Gesichter – das tut auch wieder gut. Im Schichtdienst ist man fast acht Stunden non-stop auf den Beinen – ich hab´ mal spaßeshalber einen Schrittzähler mitgenommen. Der hat am Ende der Schicht mehr als zehn Kilometer angezeigt – das ist schon was! Und man muss auch am Wochenende arbeiten. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber es hat alles auch seine Vorteile: Ich habe dafür auch mal an einem Wochentag frei.

Ist das nicht auch ganz schön schwierig, sich ständig mit kranken Menschen auseinanderzusetzen?

Ja, das stimmt in gewisser Weise. Als Gesundheits- und Krankenpflegerin begegnen einem oft Menschen in schwierigen Situationen und mit schweren Krankheiten. Das geht mir schon auch nach. Und ich trage große Verantwortung in diesem Beruf, täglich. Aber ich habe in meiner Ausbildung schon jetzt gelernt, mit all dem umzugehen. Es ist immer jemand da, an den man sich wenden kann. Zum Beispiel ist für jede Station eine Lehrerin zuständig, mit der man reden kann. Oder man spricht mit den Praxisanleitern, das sind Schwestern mit einer Weiterbildung, die sich speziell um die Schüler kümmern. Mir persönlich tut der Austausch mit meinen Kurskollegen in der Schule auch sehr gut. Ich bin selbst erstaunt, wie ich mit den Herausforderungen des Berufes schon jetzt umgehen kann.

Was sagen Ihre Freunde zu Ihrer Entscheidung für die Gesundheits- und Krankenpflege?

Die meisten finden es toll, und meine Familie ist stolz, dass ich so einen anspruchsvollen und wichtigen Beruf lerne. Manche sagen, sie könnten das nicht – aber es gibt auch so viele schöne Momente in dem Beruf: Die Dankbarkeit, wenn ein Patient wieder gesund entlassen wird, oder wenn man zum Beispiel eine strahlende Mutter erlebt mit ihrem Neugeborenen im Arm. Da fehlen einem die Worte, das ist einfach nur überwältigend!

Ja, das kann man nachvollziehen, wenn Sie das so erzählen.
Wie geht es nach Ihrer Ausbildung weiter?

Ich werde auf jeden Fall erst mal Berufserfahrung sammeln und eine Fachweiterbildung im Bereich „Wundmanagement“ machen. Irgendwann könnte ich mir auch vorstellen, Pflegelehrerin zu werden.

Aber eins nach dem andern: Jetzt heißt es erst mal das Examen zu schaffen, dann sehen wir weiter.

Ja, dann weiterhin viel Spaß bei der Ausbildung und viel Erfolg im Examen!

Christin (21), Auszubildende im dritten Lehrjahr, im Interview

An diesen Schulen bilden wir zu diesem Beruf aus:

Berufsfachschulen für Krankenpflege:

Gunzenhausen
Neuendettelsau
Nürnberg
Roth

Infos zum Download:

Ausbildung Krankenpflege:
Flyer_Krankenpflege.pdf